8:8 gegen Beendorf

Vater Oehme sagt es schon, seit Benno bei Mitte spielt. Wir machen es aber auch immer spannend. Und er hat
recht. Wir sind vermutlich die Unentschiedenkönige in der ewigen Tabelle der Mitteldeutschen Oberliga. Und
ein paar knappe Siege und Niederlagen kommen auch noch hinzu. Ich habe zumindest unsere Zahlen mal
nachgeschaut.


2013/14 5x8:8, 1x7:9
2014/15 3x8:8
2015/16 4x8:8, 2x7:9, 1x9:7
2016/17 6x8:8, 1x9:7
2017/18 5x8:8, 2x9:7

2014/15 war ja eher ein Ausreißer nach unten. Die aktuelle Saison könnte angesichts von noch sechs
ausstehenden Begegnungen die Rekordspielzeit werden.

Die Einschätzungen zum Rückspiel gegen den Tabellenführer waren ja so, nachdem wir uns die
Sportkameraden im Hinspiel mal live angesehen hatten, daß wir daheim im Duell volle Kapelle gegen volle
Kapelle mit starker Leistung ein Remis erreichen könnten. Prognose ohne Manu wäre, daß vielleicht was gehen
könnte, wenn bei Beendorf jemand von 1-4 fehlt und unten einer der Macherzwillinge mit aufläuft. Jetzt aber
ohne Carlos und Manu rechneten wir uns aber überhaupt nichts aus. Ich hatte eigentlich schon angekündigt,
locker wieder zur Sportschau zurück zu sein, obschon ich im Hinterkopf hatte, daß Ali als Nummer 2 der Gäste
vermutlich wegen Verletzung nicht auflaufen würde. Mit der Aufstellung der Gäste lag ich ziemlich richtig,
die Spieldauer überschritt die vier Stunden jedoch deutlich. Kurz vor Ende der Sportschau war ich dann daheim.


Die Doppel zum Aufgalopp verliefen ganz annehmbar. Benno als frisch gekürter Sachsenmeister im Herren-
Einzel wirkte frisch und zusammen mit Udo besiegte er in vier knappen Sätzen das polnische Spitzenduo der
Gäste. Michal und ich verloren jedoch in fünfen gegen Bakic/Brante. Das war ein wenig ärgerlich, da Vater und
Sohn Mindergasov neuerdings auch gemeinsam am Tisch harmonieren und zum neuen Killerdoppel 3 mutiert sind.
Bei 3:0 wäre vielleicht was gegangen, aber bei 2:1? Nein, wurde noch unter Ergebniskosmetik verbucht. Und das
schien auch korrekt zu sein, denn Benno unterlag Anti-Bakic noch 1:3, nachdem wir nach dem 11:3 im ersten
Satz noch gehofft hatten, er könnte wirklich den LM-Schwung mitnehmen und für einen weiteren Zähler sorgen.
So war erstmal nichts für uns zu holen, und auch die drei Senioren mit dem schütteren Haar verloren, bis der
Senior, dem man ganz unabhängig davon, daß sein Haar noch prächtig ist, sein Alter auch so kaum ansieht,
gegen S. Abdul problemlos auf 3:5 stellte.

Dann lag Valentin gegen den Chilenen Brante mit 0:2 zurück, und es roch nach 3:6 und baldiger Entscheidung. Doch Valentin gewann die nächsten drei Sätze klar plötzlich mit dem Momentum auf seiner Seite und einem Gegner auf der anderen Seite, der sich nicht mehr zu steigern wußte, als es notwendig wurde: 4:5.
Okay, eine schöne Wende, und man konnte nun rechnen, vielleicht sei heute unten ein blitzsauberes 4:0 drin, wären insgesamt also 6. Doch wo sollten die anderen Zähler für was Zählbares herkommen?


Benno besorgte allerdings gleich das 5:5 mit einem starken Sieg in fünf Sätzen gegen den zumindest vom TTR
her stärksten Mann der Liga K. Kaczmarek. Und auch Michal spielt nebenan gut, zwingt Bakic in den fünften Satz, geht am Ende aber leer aus. Ich lasse im ersten Satz Chancen liegen gegen Bogadi, muß danach aber die deutliche Überlegenheit des Gegners mit dem ebenso unscheinbaren wie sehr sicheren Spiel anerkennen. Udo hingegen erspielt sich ein 2:1 gegen Urbanski, verliert den vierten Durchgang aber mit 10:12 und hat im Entscheidungssatz leider nicht mehr viel entgegenzusetzen. Andriy siegt im Nervenspiel gegen Brante in vier teilweise hauchdünnen Sätzen trotz Fehlaufschlag bei eigenem Matchball -> 6:8.


Valentin, nicht gerade für seine Stärke gegen Material bekannt, markiert abgesehen von einer Zitterphase im zweiten Satz doch sicher das 7:8 gegen Abdul. Nun müssen also tatsächlich ausgerechnet die beiden bisherigen Loser des Tages ins Schlußdoppel gegen Kaczmarek/Urbanski. Meine kurze Version geht ungefähr so. Nachdem die ersten beiden Sätze knapp verloren gingen, gewinnen die Loser noch verdient klar die nächsten drei Sätze und sichern das Unentschieden. Die lange Version dann gerne mal mündlich.

Nun kommt es am Wochenende aber erstmal zum Auswärtsspiel in Gornsdorf, und am Sonntag kommen die Hettstedter zu uns. Leider müssen wir weiter auf Carlos und Manuel verzichten, so daß es in Gornsdorf zu einer Begegnung kommen wird, in der die Tagesform entscheiden wird und alle Ergbenisse zwischen 4:9 und 9:4 möglich sind. Die Hausherren dürften aber insgesamt favorisiert sein.
Mit dem Heimvorteil im Rücken wollten wir ja eigentlich im Rückspiel Hettstedt knacken, doch das können wir wohl knicken. So wären wir mit einem Punkt aus beiden Partien schon sehr zufrieden.