Eine neue Oberligasaison steht vor der Tür

Der Herbst naht noch nicht wirklich, auch wenn der ein oder andere Baum schon Laub abwirft. Das schrieb ich mal vor mittlerweile Wochen als Einstieg. In der Zwischenzeit aber verlieren noch mehr Bäume bereits ihre Blätter, zumindest der meteorologische Herbst hat schon begonnen, und es hat sogar ein Spiel in der Liga stattgefunden und die nächsten stehen ab morgen an. Bevor es also ganz zu dafür spät ist, folgt noch ein kleiner Saisonausblick.

Was erwartet einen/uns in der Mitteldeutschen Oberliga 2018/2019? Die noch frischgebackenen Aufsteiger kommen aus Dessau-Roßlau, Hohenstein-Ernstthal und Zella-Mehlis. Sponeta Erfurt kehrt aus der Regionalliga in die Oberliga zurück. Fangen wir mit einer einfachen Prognose an:
Es müßte mit dem Teufel zugehen, viele Besen gefressen werden und ganze Karawanen durch ein Nadelöhr gehen, wenn Turbo Dessau am Ende nicht den letzten Platz belegen würde. Der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt hat sich nicht verstärkt und wird somit in Summe überfordert sein. Das Unterfangen ist im Kontrast zum weiter verbreiteten Gegenmodell nicht gänzlich unsympathisch. Möge den Sportfreunden im Laufe der Saison der Spaß nicht vergehen. Vielleicht ist ihnen ja auch mal ein Achtungserfolg vergönnt, solange es nur nicht gerade gegen uns passiert.
Alles andere ist eher schwer vorherzusagen. Wir haben sonst eine recht ausgeglichene Liga. So gibt es auch keinen klaren Favoriten auf den Staffelsieg oder weitere designierte Absteiger. Und bis auf die Aufeinandertreffen mit Dessau ist für uns kein Spiel in Sicht, wo der Ausgang von vornherein klar sein sollte. Unser Aufstellung geschuldet werden wir wohl wieder viele knappe Dinger erleben, denn von 1 bis 3 sind wir ganz gut bestückt, von 4 bis 6 fallen wir wieder ab. Nehmen wir als Referenz die Mannschaft von Jena II, das wohl ausgeglichenste Team der Liga. Oben sehr gefordert, in der Mitte solide und unten sehr stark. Da könnten von den ersten drei Positionen durchaus fünf bis sechs Einzel für uns kommen, aber sonst nicht viel gehen. Während andere Mannschaften, die oben gut dagegenhalten könnten, uns unten wieder Gelegenheiten zu(m) Punkten bieten.
Wir starten am 16.09. um 12.00 Uhr gegen den Aufsteiger aus Zella-Mehlis in die Saison, die zur zweiten Kategorie gehören und die wie wir ein Gefälle in der Mannschaft haben. Ausgang also offen, zumal uns die Gäste mit Ausnahme von Urbanski, den wir bereits im Dress von Wernigerode und Beendorf bei uns begrüßen durften, persönlich gänzlich unbekannt sind. Vielleicht haben wir morgen Abend mehr Erkenntnisse, wenn Zella-Mehlis sich mit Elektronik Gornsdorf gemessen haben wird.
Wie sich herumgesprochen haben dürfte, haben Benno und Manuel den Verein verlassen. Dafür können wir auf Patrik Vlačuška und Jiří Volek zurückgreifen. Letzteren kennen wir gut aus vielen Begegnungen mit Hohenstein-Ernstthal, wo er lange Jahre aktiv und maßgeblich an den Aufstiegen in Ober- und Regionalliga beteiligt war. Zuletzt spielte er in Schleiz in der Thüringenliga. Patrik war vor zwei Jahren in den Reihen von Schlotheim unser Gegner in der Oberliga. Letzte Saison startete er im oberen Paarkreuz der Regionalliga in Regenstauf. Ohne Details zu kennen und ohne, daß ich sie nennen würde, wenn es anders wäre, hoffen wir, daß es für ihn und für uns uns eine befriedigendere und gedeihlichere Serie wird als die letzte.
Sport frei!