GAU und Schadensbegrenzung zum Auftakt der Oberligasaison 19/20

Mit einem deftigen Mißerfolg sind wir in die Saison gestartet, indem wir am Samstagabend bei den Sportfreunden aus Burgstädt unterlagen. Der Plan sah eigentlich ganz anders aus. Nach den Doppeln 2:1 führen, oben schnell erhöhen und dann mittig und unten locker aufspielen können und vielleicht nicht so schnell und deutlich wie HOT 2 letzte Woche, aber doch vergleichweise nach moderater Spielzeit als Sieger die Halle verlassen, um dann noch halbwegs früh im Erfurter Hotel im Bett liegen zu können, damit man am Sonntag bei Sponeta einigermaßen ausgeschlafen sein würde.


Doch es kam leider anders. Es entwickelte sich nämlich, wie Kassandra Buscher auf der Hinfahrt unkte. Normalerweise, da war man sich einig, sollte und müßte man Burgstädt schon schlagen, jedoch könne es auch ganz dumm laufen, und man mache von 4-6 gar keinen Punkt. Diese Prophezeiung trat zu unserer Unbill ein.
Kassandra ist dabei kein Vorwurf zu machen, unterlag er jeweils nur knapp und teilweise unglücklich 2:3.
Volek hingegen kam gegen Schröder nicht in einen Rhythmus und unterlag später einem gut aufgelegten Zirngibl.
Über die "Leistung" der Dresdner Nummer Sechs braucht man gar keine Worte verlieren.
Daß es am Ende aber nicht doch noch zu einem Sieg oder wenigstens zu einem Punkt für uns reichte, dafür legten die Gastgeber den Grundstein gleich zu Beginn. Mit dem Heimvorteil im Rücken und durch die Abfuhr in Hohenstein schon mit der notwendigen Wettkampfhärte ausgestattet erspielten sie sich ein 2:1 nach den Doppeln. Hierfür zeichneten vor allem Köhler und Schröder in den jeweiligen Paarungen verantwortlich, die in den entscheidenden Momenten zur rechten Zeit einen guten Ball auspacken und eventuelle Satzgewinne unsererseits unterbinden konnten. Das Momentum verschob sich jedoch endgültig zu Burgstädter Gunsten, als Patrik ein unproblematisch herausgespieltes 2:0 gegen Köhler nicht nach Hause bringen konnte. Da nutzte es auch nichts, daß sich Carlos und Michal in allen Begegnungen schadlos hielten, wobei anzumerken ist, daß auch Carlos es an diesem Tage oben nicht ganz leicht und phasenweise schwer zu kämpfen hatte.
Den glücklichen Siegern fiel es leicht einzuräumen, daß sie auch reichlich und unangenehme Nasse für sich verbuchen konnten. Es lief halt insgesamt recht optimal für die Gastgeber. Ausdruck dessen ist, daß wir nach Bällen um einen besser waren an diesem Tag.
Geknickt machten wir uns auf zum Nachtlager in Erfurt, wo wir gegen 1.30 Uhr teilweise mit schweren Beinen und Kopfschmerzen und noch schwereren Gedanken in die Betten fielen.
Aber die Mannschaft zeigte eine angemessene Reaktion. Zwar gerieten wir erneut 1:2 in Rückstand nach den Doppeln, aber nun wetzte Patrik seine Scharte vom Vortag aus und legte Kaczmarek Senior in recht klaren vier Sätzen. Carlos im kurios verlaufenden ersten Satz gegen Franke noch mit etwas Glück erhöhte schließlich auf 3:2. Anschließend machte Jiri ein wirklich gutes Spiel gegen Krusty, ließ aber im vierten Satz vier Matchbälle in Folge aus und konnte auch seinen fünften im fünften Durchgang nicht nutzen. Michal und Udo ließen sich jedoch nicht beirren und sicherten uns die Führung nach dem ersten Durchgang, während die Nummer Sechs im Einzel weiter ohne Satzball blieb. Das obere Paarkreuz erhöhte jeweils mit Mühe auf 7:4, Michal markierte das 8:4 und brachte uns ganz dicht an den möglichen Sieg heran. Dann blieb Jiri gegen Kaczmarek Junior jedoch chancenlos, und auch die Sechs hatte schon wieder sang- und klanglos 0:3 verloren (immerhin mit dem Erspielen aber dann doch mit kläglichem Aulassen des ersten Satzballes). Aber gerade kurz vorm Beginn des Schlußdoppels unwägbaren Ausgangs stellte Udo mit 12:10 im fünften Satz gegen Meierhof den Sieg sicher. Doppelt gut, daß wir gewonnen haben. Zum einen wäre die Saison dann noch ernster, als sie ohnehin schon ist. Zum anderen hätten wir sonst richtig abgekotzt, daß in der Halle kein Wasser zum Duschen zur Verfügung stand.
Da besteht beim neuen Mannschaftsführer der Erfurter noch Verbesserungspotential. Ich denke, das kriegt er hin, ohne daß die Rückhand drunter leidet, die nach Startschwierigkeiten gegen Patrik ziemlich flott und konstant auch parallel kam. Die von Sportfreund Schröder scheint mir schneller zu sein, läßt aber die Konstanz vermissen. Die schnellste Vorhand bisher spielt eindeutig Kollege Gundermann.
Keine Rolle am Tisch spielten bislang die Herren Volek und Nack. Aber als Fahrer hatten sie wenigtens eine wichtige Aufgabe, die sie vergleichsweise souverän bewältigten. Das können sie dann in zwei Wochen in Gornsdorf hoffentlich so fortsetzen wie auch die Mannschaft eine sonntägliche Siegesserie etablieren.