Permafrust am Boden der Mitteldeutschen Oberliga?

Nicht der schlechteste seit Menschengedenken, aber doch der schlechteste Saisonstart seit geraumer Zeit liegt hinter uns. Und hinter uns liegt momentan nur noch Börde Magdeburg.
Denn auch beim nächsten direkten Konkurrenten Gornsdorf konnten wir Ende September nicht punkten.

Dabei ließ es sich zunächst gut an, da wir das erste Mal in dieser Saison nach den Doppeln in Führung lagen. Siege von Carlos oben und Michal in der Mitte hielten uns auch erstmal in Front. Der Frust von Position vier bis sechs, den Udo nur kurz in Erfurt vergessen machen konnte, erfuhr auch in Gornsdorf eine Fortsetzung, auf daß die Gastgeber mit 5:4 in Führung gingen. Patrik hatte gegen Jirasek schnell das 5:5 besorgt, aber in allen Einzeln, die dann noch in die Wertung gehen sollten, unterlagen wir, obschon es zumindest alles Fifty-Fifty-Matches für uns waren. Carlos zu ungeduldig und mit Konzentrationslücken unterliegt Kabelka 1:3. Mittig kristallisiert sich Merker für Michal etwas als Angstgegner heraus, obschon bzw. weil Michal 2:0 führte und auch im fünften Satz nach Punkten noch mal vorne lag. Auch Jiri verliert im fünften Satz, weil Chris, nun Lasch heißend, irgendwann wieder in seinem Tunnel war und keine leichten Fehler mehr machte. Udo mit Schmerzen im Schlagarm mußte schließlich in vier Sätzen gegen Seltmann den Siegpunkt der Erzgebirgler zulassen.

Eine Woche später schonte Udo daher seinen Oberarm und setzte beim ersten Heimspiel nach der Sommerpause aus. Auch Patrik war nicht mit von der Partie. Daher rechneten wir uns gegen Hettstedt nicht viel aus. Aber wie immer wäre bei optimalen Verlauf dennoch was drin gewesen. Jedoch könnten Jiri und ich das Doppel gegen Gerbig/Roß nicht klauen, Carlos patzte gegen Pazdyka und auch das auf- und angerückte Spitzenpaarkreuz der Zweiten konnte unten keine zählbaren Akzente setzen, obwohl durch die Schonung von Sirokijs im Einzel durchaus Möglichkeiten bestanden hätten. Somit stand am Ende ein deutliches 3:9, und wir müssen am Samstag zum Kellerduell nach Magdeburg, in dem beide Mannschaften in der Tat schon erheblich unter Druck stehen. Positiv ist, daß Patrik mit Ausnahme des Fauxpas gegen Daniel Köhler gut in die Saison gestartet ist und auch Michal einen fitten Eindruck macht. Gegen uns spricht: Auf Position vier und sechs haben Jiri und ich in dieser Form eigentlich nichts zu suchen. Doch auch Carlos läßt aus diversen Gründen die Souveränität der letzten Serien vermissen. Da gibt es kein Vertun. Carlos ist egal mit welchem Material immer noch und auch perspektivisch noch einige Zeit eine Riese in der Liga. Aber er ist mittlerweile offensichtlich verwundbar, selbst wenn er keinen schlechten Tag oder der Gegner keinen absoluten Sahnetag erwischt hat. Mal sehen, wie es am Samstag wird. Das Schöne im Abstiegskampf ist ja, daß man sich mit ein oder zwei Siegen wieder schnel in die Saison zurückbringen könnte.