Am Ende Happy End in Magdeburg

Im Kellerduell bei Börde Magdeburg erreichten wir ein eher kurioses Unentschieden und konnten gerade so verhindern, die Rote Laterne übernehmen zu müssen. Dabei sah es zwischendurch überhaupt nicht gut aus. Enstsprechend groß war die Enttäuschung auf Seiten der Gastgeber, während sich die Punkteteilung für uns wie ein Sieg anfühlte. Am Nachmittag hatten sich Börde und Jena II bereits ohne Sieger getrennt. Zwar fuhren die Magdeburger damit den ersten Punktgewinn ein, haderten aber dennoch angesichts in ihren Augen ausgelassener Chancen. Der Spielverlauf gegen uns konnte ihnen hierbei keine Linderung verschaffen.



Wie immer gerieten wir 1:2 in Rückstand. Carlos markierte unseren zweiten Zähler und dann war erstmal Flaute für uns angesagt. Patrik konnte sich gegen Ali nicht durchsetzen. Michal verlor überraschend und knapp gegen Richard Köhler. Jiri war gegen Jens Köhler ebenso chancenlos wie ich gegen Mühlfeld, welcher für seine Gegner eine ziemlich unangenehm hohe Ratio aufweist von Schlagqualität zu Fehlerzahl.
Udo fuchste sich langsam rein gegen Abwehrer Schüttig, der aber in Satz vier achtmal erfolgreich mit Vorhand offensiv hinlangte und abdichtete. So stand nach der ersten Einzelrunde ein 2:7 zu Buche, und es sah danach aus, bald und mit schlechter Laune die Heimreise antreten zu dürfen.
Daß Carlos und Patrik jeweils knapp mit 3:2 auf 4:7 verkürzten, wurde eher als Ergebniskosmetik bzw. Befriedigung persönlichen sportlichen Ehrgeizes betrachtet. Aber so gut sich die Brüder Köhler in Runde eins noch präsentierten, ging für sie nun nicht mehr viel. Insbesondere Richard konnte nicht an die vorher gezeigte Leistung anknüpfen und verlor in drei Sätzen gegen Jiri, der auf diese Weise zu seinem ersten Einzelsieg der Saison kam. Plötzlich stand es nur noch 6:7.
Udo hatte noch Möglichkeiten in den ersten beiden Durchgängen, mußte aber Mühlfeld auch nach drei Sätzen gratulieren. Dann gelang auch mir erstaunlicherweise der erste Einzelpunkt, indem ich knapp 3:0 gegen Schüttig siegte. Da hat sich das Training mit der Mördersäge rentiert. Wo mir der neue Plastikball sonst Kummer bereitet, profitierte ich nun von ihm, weil nie so viel Schnitt in der Abwehr war, daß ich nicht nachziehen könnte. Außerdem kam mir der flache Ballabsprung bei Börde zugute, so daß ich nicht wie üblich häufig mit Kante traf.
Das Schlußdoppel tüteten Carlos und Michal ungefährdet 3:0 ein und wir hatten nach nur drei Stunden und zwanzig Minuten ein Remis der schnellen Sorte, was sich dadurch erklärt, daß zehn Matches glatt in drei Sätzen entschieden worden waren.
Nun folgen nur noch Heimspiele, in denen wir hoffentlich noch den ein oder anderen Punkt sicher können. Jetzt am Samstag gegen Zella-Mehlis wird es allerdings eher schwierig, sind sie doch neben Hohenstein II das einzige noch verluspunktfreie Team, haben aber andererseits erst zwei Spiele und die nicht gegen die Crème de la Crème bestritten. Wobei ich, um Mißverständnissen vorzubeugen, klarstellen möchte, daß wir nicht zur ersten Sahne gezählt werden können.