Herbstserie 1 nach bzw. mit C.

Ich muss mir turboesk auf die Schulter klopfen. Meine Prognose der letzten Oberligasaison kam ziemlich gut hin. Aber dann machte der die das Virus ohnehin ziemlich viel zur Makulatur. Beim Debüt in der Zweiten hatte ich es seinerzeit übrigens recht verkackt mit zwei Fünfsatzniederlagen im Einzel. Folgerichtig schlage ich demnächst vor allem in der Dritten auf, gelegentlich in der Zweiten, vielleicht auch noch mal in der Ersten.
Für die aktuelle Saison, die für die Zweite schon am 05.09. in Bautzen mit einem Punktgewinn (wenn man so will) begann, möchte ich aufgrund fehlender Detailkenntnis und erhöhter Unsicherheiten hinsichtlich der Aufstellungen im Zuge der Coronaregelungen keine dezidierte Prognose abgeben von Ober- bis Landesliga.
Eines ist mal sicher: In der Oberliga wird erstmal kein Doppel gespielt. Das halte ich zwar für einen gewissen Nachteil von Mittes ersten Männern, aber in diesem Jahr sollte man nicht in Abstiegsnöte geraten, so dass man die Sache entspannter angehen kann als in den vergangenen Jahre.
Das Team präsentiert sich durch den natürlichen Niveauzuwachs von Nadeem und vor allem durch den Neuzugang und neuen sächsischen Schweizer Robert Kempe gut verstärkt.
Der Auftakt erfolgte am 12.09. gegen die Aufsteiger aus Schwerz. Ohne Patrik und Jiri komplettiert durch Robert W. und Udo ging es ins Match. Kurze Sorge hatten wir am Donnerstag, ob Michal von der unvermittelten Einstufung Prags als Risikogebiet betroffen sein könnte. Aber er hatte, zumal er außerhalb des Stadtgebiets wohnt, keine Probleme an der Grenze. So musste ich nicht einspringen und konnte mich auf das Coaching konzentieren.
Die Rollenverteilung war, obschon nicht die beste Mannschaft aufgeboten wurde, trotzdem klar. Und das Spiel nahm, nicht wie zu Beginn der letzten Saison in Burgstädt, den erwarteten Verlauf. Die Gäste hatten nichts zu verlieren und gingen gut motiviert ans Werk. Der Druck des Favoriten lag in der Regel bei den Gastgebern, und fehlende Wettkampfpraxis war zudem auch noch wahrnehmbar. Oben werden die Schwerzer, auch wenn Falko Hille mal den ein oder anderen Akzent setzen können wird, weitgehend chancenlos sein. In der Mitte kann man schon mal etwas mitspielen und gelegentlich auf einen Erfolg hoffen. Und unten wird sich regelmäßig mal die Möglichkeit auf einen Sieg ergeben. Insgesamt wird es eine schwere Saison für Schwerz, und man kann nur für sie hoffen, dass sie Moral und Motivation aufrechterhalten können.
Entsprechend jedenfalls führte man schnell 4:0, bevor sich dann im unteren Paarkreuz zwei knappe Partien entwickelten. Robert W. geriet nach 2:0 noch in Schwierigkeiten, weil sein Gegner besser reinkam, Robert kein kurzer Aufschlag mehr gelingen wollte und er ansonsten auch etwas lethargisch wirkte. Auf den Versuch kurzer Aufschläge wurde dann weitgehend gleich verzichtet und Satz 5 konnte mit 11:7 nach Hause gebracht werden.
Udo hatte kein lockeres Händchen, agierte bisweilen verkrampft und war so am Pusten, wie ich es noch nie bei ihm gesehen hatte. Dennoch entwickelte sich ein spannendes Match mit teilweise schönen langen Ballwechseln, bei dem Udo jedoch mit 9:11 im Entscheidungssatz den kürzeren zog. Den Gesamtsieg stellten Carlos und Michal ungefährdet sicher. Aber da die Doppel gestrichen sind, werden die Einzel neuerdings durchgespielt. Der neue Robert sichtlich noch in der Findungsphase mit Trainingsrückstand in ungewohnter Halle unter neuen Rahmenbedingungen murmelte sich zu einem knappen 3:1. Nadeem gelang das nicht trotz aller Bemühungen Carlos' an der Bande, ihm Ideen einzuflößen, und unterlag 1:3.
Robert siegte deutlich 3:0, während Udo diesen Spieltag besonders auskostete. Wieder ging es bis zum 11:9 im fünften Satz. Zum Glück diesmal mit dem besseren Ende für Udo, was für den weiteren Saisonverlauf nicht ganz unwichtig war, nachdem er im ersten Einzel und eine Woche zuvor dreimal in Bautzen und davon zweimal ganz knapp als Verlierer vom Tisch gegangen war.