Gold und Bronze für Christa Gebhardt bei der Senioren-EM in Budapest

Vom 1.-6.Juli war Budapest Gastgeber der 13. TT-EM der Senioren. 3270 Teilnehmer aus 42 Ländern ermittelten in 8 Altersklassen ihre Meister.

 

Von unserem Verein nahm Christa Gebhardt schon oft an den Europa- und Weltmeisterschaften der Senioren teil. Budapest war ihre 5. EM-Teilnahme. In diesem Jahr waren auch Lilija Dietterle und Evelin Dathe dabei. Lilija und Evelin erreichten beide die Hauptrunde nach unangefochtenem Gruppensieg von Lilija und dem 2. Platz von Evelin. Evelin gewann ihr erstes Hauptrundenspiel 3:0 gegen die Schwedin Andermo, Lilija hatte ein Freilos. Eine unglückliche Auslosung ergab aber in der nächsten Runde, daß beide schon gegeneinander spielen mußten. Dieses Duell entschied Lilija klar für sich, und das bedeutete das Aus für Evi. Aber auch Lilija schied in der nächsten Runde aus. Eigentlich favorisiert, lag sie gegen Kamleitner (Deutschland) mit 0:2 zurück, kämpfte sich noch auf 2:2 heran, um dann doch im 5. Satz 7:11 zu unterliegen. Schade!

Unglücklich auch die Konstellation im Doppel. Nach souveränem Sieg der Gruppe (ohne Satzverlust) waren Pedersen/Andreewa (Dänemark/Rußland), die späteren Europameisterinnen, ihre nächsten Gegnerinnen. Trotz guten Spiels verloren sie 0:3

 

So erfolgreich wie nie verlief aber diese EM für Christa Gebhardt. Sie gewann in ihrer AK 75 im Einzel die Bronzemedaille. Nach klaren Siegen in ihrer Gruppe gegen Svecova (CZE), Terlouw (BEL) und Pleyer (GER) wurde sie gesetzt und hatte in der ersten Runde ein Freilos. Danach siegte Christa in sehr konzentriertem Spiel gegen Smith(ENG) und im VF gegen die Nr. 1 Gesetzte De Santa Barabara (FRA) jeweils mit 3:0. Das bedeutete die Medaille! Im Halbfinale unterlag sie Jutta Baron, der späteren und schon mehrfachen Europameisterin

mit 0:3. Christa war aber nicht unzufrieden, es fehlt halt immer das gewisse Etwas zum Sieg.

 

Im Doppel ihrer AK war der Erfolg noch größer. Christa wurde mit Heidi Wunner (TTVR) völlig unerwartet Europameisterin durch einen knappen 3:2 Finalsieg gegen die Favoriten Rauscher/Berg (auch aus Deutschland). Eine Medaille wäre vielleicht möglich, aber Gold niemals. So waren ihre Gedanken. Beide haben schon mehrmals miteinander gespielt, waren 2013 in Bremen Vizeeuropameister geworden und bei der WM in Las Vegas 2018 erst im VF gegen die Weltmeisterinnen aus China ausgeschieden. Nach dem Gruppensieg ohne Niederlage hatten sie jeweils 3:1 gegen Judson/Felstead (England) und Auer/Micheluz-Molini (Italien) sowie das HF 3:0 gegen Meinhart/Oberlenz (Österreich) gewonnen. Das Finale selbst war spielerisch vielleicht das schwächste von Heidi und Christa, aber spannend war es allemal! Auch die favorisierten Rauscher/Berg aus Bayern zeigten im entscheidenden Moment Nerven. Aber wer fragt am Ende danach, wenn letztlich der EM-Titel errungen wird!

Neben dem Ehrgeiz, die Wettkämpfe erfolgreich zu bestreiten, sind die internationalen Senioren-Wettkämpfe aber immer auch ein Treffen vieler Freunde, die das Beisammensein genießen und viele schöne Stunden miteinander verbringen. Und die Zeit wird auch für viele Ausflüge genutzt, um Land und Leute erleben zu können. Schon heute ist die Vorfreude auf die WM im nächsten Jahr in Bordeaux da!