Thüringer Wettkampfwochenende

Irgendwie ist ein dazu bereits verfasster Text im Nirvana von Joomla verschwunden. Ende Februar hatte ja noch das Thüringer Wettkampfwochenende angestanden. Am Samstag ging es nach Jena zur Drittligareserve, sonntags ging es zuhause gegen Altenburg. Es ging dabei zwar nicht um die Wurst für uns, wir wollten aber dennoch wieder mal punkten, zumal Carlos sich zum Comeback bereit meldete.

Für den infektiösen Udo und den ebenfalls noch bis Samstag Antibiotikum schluckenden Kapitän, dessen Rolle Erik übernahm, lief Familie Mindergasov auf. Jena II war komplett, da Sportfreund Skvrna überraschend doch noch mitwirken konnte. Dennoch sollte es eigentlich ein Match halbwegs auf Augenhöhe sein, aber wir konnten nur durch das Doppel Carlos/Michal punkten sowie dreimal im oberen Paarkreuz. Ein besseres Ergebnis wurde vor allem dadurch verhindert, daß Michal in der Mitte sieglos blieb und Carlos sich Schädlich beugen mußte. Dabei wurde mir zugetragen, daß es nicht an Carlos zwangsweiser Wettkampfpause gelegen haben soll. Schädlich habe einfach bärenstark gespielt. So stand am Ende ein 9:4 für Jena II zu Buche, das sich auf diese Weise viel Luft im Abstiegskampf verschaffte.
Siehe auch "Befreiungsschlag für Zweite" vom 27.02.2018.

Mittendrin in eben diesem Abstiegskampf steckte unser Sonntagsgast aus Altenburg. Ich war wieder mit von der Partie, dafür pausierte Andriy, während Valentin und Erik ihr drittes Punktspiel hintereinander bestritten, denn die Zweite hatte bereits am Freitag schon gespielt. Der Start war ernüchternd. Carlos/Michal unterlagen in drei knappen Sätzen. Erik und Benno hatten gegen Wagner/Voigt in vier Sätzen eigentlich keine Chance. Es roch danach, daß nun im dritten Duell mit Altenburg auch wieder eine Mannschaft die Auftaktdoppel dominieren und 3:0 in Führung gehen könnte, denn für uns liefen im dritten Doppel Valentin und ich auf. Wir hatten noch nie ein Doppel gewinnen können. Marth/Wohlfahrt agierten aber mit so viel Risiko und Fehlern, daß wir schnell 2:0 führten. Zwar waren sie im Anschluß besonnener in ihren Aktionen, aber im entscheidenden Moment des vierten Satzes hielten wir mit guten Schlägen und einem Netzroller zur rechten Zeit dagegen. Carlos stellte glatt auf 2:2, aber Benno auf dem Weg zur 2:1-Satzführung gegen Wandachowicz ließ sich aus dem Konzept und ihn wieder aus dem Sack kommen. 9-11 und 9-11 hieß es in Durchgang drei und vier. Da wurde mir klar, welchen einschlägigen Ratgeber von Brad Gilbert ich Benno zum Abschied noch überreichen werden würde. Auch mittig und unten gab es eine Punkteteilung. Michal und Erik waren siegreich. Valentin und ich mußten gratulieren. Erwähnenswert dabei, wie kläglich ich gegen Wagner in aussichtsreicher Position meinen Matchball vergeben habe. Das Unterbewußtsein hielt es wohl für eine gute Idee, lieber gleich am Ball vorbeizuschlagen, anstatt sich wie mehrmals zuvor im fünften Satz über Treffer an der Schlägerkante ärgern zu müssen. Ist auch maximal materialschonend.
Das obere Paarkreuz brachte uns durch zwei glatte Erfolge zum ersten Mal in Front. Michal erhöhte gegen Wagner auf 7:5. Dann war ich allerdings gegen Voigt mental und körperlich zu platt, um gegen das sichere Spiel was bewirken zu können. Erik machte gegen Wohlfahrt zu viele Fehler und verlor knapp. Fehrle solle Valentin eigentlich liegen, jedoch stand Valentin irgendwie neben sich und das Einzel lief weitgehend an ihm vorbei, daß ich zu dem Schluß kam, drei Wettkampftage hintereinander sind auch für einen Mindergasov zu viel. Vermutlich wird er sich nun auch einen Infekt eingefangen haben und was ausbrüten.
Mit Rückstand ging es ins Entscheidungsdoppel. Das geriet allerdings zu einer Demonstration. So ein eindeutiges Entscheidungsdoppel habe ich noch nie erlebt. Wagner/Voigt hatten nicht den Hauch einer Chance und machten in drei Sätzen gerade mal 9 Punkte. So trennte man sich wie schon im Hinspiel mit 8:8. Kurzbericht der Altenburger hier.