Home sweet Home? Von wegen!

Das letzte Märzwochenende stand unter keinem guten Stern für die gastgebenden Mannschaften. Viermal lautete das Ergebnis 3:9, einmal 7:9. So mußten wir uns leider am Samstag Gornsdorf und am Sonntag Altenburg jeweils 3:9 beugen.

Insgesamt zeigt die Formkurve der Mannschaft nach unten. Das hat Gründe. Michal quält sich nur noch durch die Rückrunde und wird sich nach der Saison einer OP unterziehen müssen. Und Carlos ist natürlich immer noch ein Riese, ist aber momentan auch von seiner Bestform etwas entfernt. Gegen die bärenstarke Konkurrenz im oberen Paarkreuz wäre das jedoch erforderlich, um wie meist zuvor das bessere Ende für sich zu haben, zumal sich der ein oder andere mittlerweile ein wenig besser sowohl auf Aufschläge als vor allem auch auf den Anti eingestellt hat.
So konnte gegen hochmotivierte Elektroniker bis auf Nadeem, der das Doppel mit Udo gewann und auch Meiner das Einzel noch abluchste, kaum einer wirklich überzeugen. Carlos holte noch den Pflichtsieg gegen Merker. Udo spielte gut gegen Jirasek, konnte aber letztlich nichts Zählbare einfahren. Jiri eher dürftig, Michal deutlich gehandicapt konnten auch nichts beisteuern, und Haustein setzte wie im Hinspiel Ullmann die gegen mich die bewährte Taktik um, zwei Sätze ganz schwach zu spielen und sich dann zu steigern. Bei 2:0 und 9:9 aber zwei schöne Vorlagenreturns zu verkanten bzw. gar nicht zu treffen, ist ebenso nacktypisch wie bändesprechend.
Am Samstag hatten wir auf Patrik verzichtet, um im Abstiegskampf zwischen Gornsdorf und Biederitz bewußt kein Team zu bevorteilen. Denn beim Saisonfinale in Biederitz wird Patrik nicht mit von der Partie sein. Am Sonntag boten wir ihn aber auf, um uns nach Möglichkeit beim Tabellenführer (nach Verlustpunkten) Altenburg für die Klatsche aus der Hinrunde zu revanchieren. Wie aus den bisherigen Ausführungen zu entnehmen ist, gelang das nicht. Es war jedoch ein 3:9 der knappen Sorte. Beim Stande von 3:2 befand sich die Begegnung auf dem Höhepunkt des Spannungsbogens, und es roch nach einer Vorentscheidung zu unseren Gunsten. Denn Michal führte gegen Kibala 2:0, und Jiri lieferte wie bereits in der Hinrunde ein sehr gutes Match gegen Mossly ab. Letzteres Match hatte dann doch noch den erwarteten Sieger in Mossly. Michal setzte seine Verletzung sichtbar zu, und die Sätze drei bis fünf gegen knapp weg an einen seine Chance witternden und immer kämpferischen Kibala. Udo verkrampfte, verkantete und vergurkte anschließend in fünf Sätzen gegen Fehrle. Als ich in knappen Vieren gegen Wohlfahrt verloren hatte, weil ich - wiederum typisch - mit zunehmender Dauer im Rückschlag immer schlechter wurde, stand es 5:4 oder 6:3 eben 3:6. Da war die Messe im Prinzip noch nicht ganz gelesen, aber Wandachochwicz war rundum heiß gegen Carlos und siegte in ebenso knappen Vieren. 3:7, Kurwa! Und Patrik bekam schließlich gegen Smirnov ein 2:0 nicht nach Hause. Mossly gegen Michal, der sich zwar wieder etwas besser bewegen konnte, war dann nur noch Formsache. Wie eng die Kiste war, zeigt sich bei den Bällen. Zwar hatten die Altenburger 6 Spiele und 12 Sätze mehr gewonnen als wir, waren auf Ebene der Bälle jedoch nur ganze 9 Punkte besser: 479:488.

Anfang April hat Altenburg auch das entscheidene Match um den Staffelsieg gegen Hettstedt gewonnen. So sind im Prinzip die meisten Messen gelesen, bevor am 13.04. um 18.00 Uhr alle Mannschaften ihr letzten Spiel absolvieren. Platz 3 könnte potentiell noch relevant sein für Teams, die nach oben schielen. Für diesen Platz kommen Schott Jena, Hohenstein und Erfurt in Frage. Hohenstein könnte diesen im Heimspiel gegen Erfurt klar machen und hätte insofern die besten Karten, wenn man davon ausgeht, daß Altenburg auch in Jena noch Ernst macht. Und der Reliplatz unten wird im Fernduell zwischen Gornsdorf und Biederitz ausgespielt. Gornsdorf erreicht das vorerst rettende Ufer sicher, wenn wir 9:4 oder höher in Biederitz gewinnen oder sie selbst mindestens 9:4 gegen Zella-Mehlis triumphieren. Die anderen Fälle in der Grauzone betrachten wir jetzt nicht mehr, aber der Vorteil liegt natürlich auf Seiten der Erzgebirgler bei Punktgleichheit und fünf Vorsprung im Spielverhältnis, die es noch in der eigenen Hand haben.