Remisserie

Auch von den Thüringer Gästen aus Zeulenroda und Jena trennten wir uns jeweils Unentschieden. So haben wir aktuell eine Serie von bisher vier Unentschieden. Das habe ich in der Form auch noch nicht erlebt. Liegt natürlich auch daran, daß es mir in der Form momentan nicht möglich ist, den Tisch mal als Sieger zu verlassen. Andernfalls hätten wir schon den ein oder anderen Punkt mehr. Am 7. Dezember steht noch das Heimspiel gegen den Spitzenreiter aus Hohenstein-Ernstthal an. Da würden wir die Serie natürlich gerne verlängern. Allein es erscheint utopisch, und so ziemlich alles spricht gegen uns.


Gegen Zeulenroda war es auf jeden Fall ein Punkt, der liegengelassen wurde. Trotz eines 2:1 nach den Doppeln und dem Umstand, daß der im Einzel auf Position Vier aufgestellte Wagner wegen einer Verletzung seine Spiele kampflos abgeben mußte, brachten wir keine neun Punkte aufs Tableau. Das lag daran, daß niemand einen wirklich sehr guten Tag erwischte. So verloren oben beide gegen Timofeiev, was nicht sein müßte. Auch Michal muß nicht zwingend gegen Vesely als Verlierer vom Tisch gehen.
Selbstverständlich speckschwartiger Schweinescheiß ist, daß ich gegen Heß verliere, obschon er sich gegen das kurzfristig installierte Abwehrspiel durchaus schwer tut und ich insgesamt 6 Matchbälle erarbeiten kann. Den bei 2:1 und 10:5 habe ich vielleicht ein wenig leichtfertig vergeben. Aber seine zwei Nassen bei 10:8 waren schon extrem bitter. Okay, der harte Flip mit Netzkante zum 10:9 ist noch akzeptabel. Doch die Bogenlampe, die sich nicht optisch sondern nur akustisch nachvollziehbar noch auf die hinterletzte Tischkante senkt zum 10:10...
Es gibt keinen Gott. Ein Ball mit Durchmesser 39,9cm hätte den Tisch nicht berührt. Zu eigenem Unvermögen kommt dann auch noch Pech hinzu. Nicht das, was man gemeinhin in dieser Situation benötigt.

Lobend wollen wir aber unser Einserdoppel erwähnen, daß sich gegen das jeweilige Doppel zwei keine Blößen gegeben hat bisher, in allen fünf Entscheidungsdoppeln die Oberhand behielt und derzeit mit blitzsauberen 13:0 Siegen dasteht.
Dieses war auch gegen Schott Jena II der Garant für den Punkt, wobei es sich allerdings im Endeffekt eher wieder wie ein verlorener Punkt anfühlt, lagen wir doch mit 7:4 in Führung, mußten die Gäste doch auf ihre Bank Bradei im unteren Paarkreuz verzichten. Im Vorfeld hatte es ein wenig Hin und Her um den Spielbeginn gegeben, obwohl sich beide Teams bald einvernehmlich auf eine Verlegung auf 10.00 Uhr geeinigt hatten.
Hätte man gewußt, daß Radebeul nicht gegen die 5. Herren antreten würden, hätten wir entspannt um 14.00 Uhr spielen können parallel zur 2. Herren gegen Lugau. Dann wäre jedoch das neu formierte und erfolgreiche Doppel Vlacuska/Alwan nicht möglich gewesen, welches das Jenaer Spitzendoppel niederringen konnte. Leider konnten Jiri und ich nicht auf 3:0 erhöhen und verloren erneut in fünf Sätzen. Punkteteilungen in den einzelnen Paarkreuzen führten uns zu einer Führung von 5:4 nach der ersten Einzelrunde. Das obere Paarkreuz schlug dann zu und erhöhte auf das oben bereits genannte 7:4. Zu unserem Bedauern kam Jena mit zwei Siegen in der Mitte wieder heran. Fiodarau zeigte eine gute Vorstellung gegen Michal, der in den Sätzen immer hinten lag, sich aber - teilweise auch etwas glücklich - immer wieder herankämpfte. Am Ende schien er auch die richtige Taktik anwenden zu wollen, doch da war es bereits zu spät und der Satzausgleich wollte nicht mehr gelingen. Unglücklich agierte Jiri, der den ersten Satz liegen ließ und nicht mehr die erforderliche Lockerheit finden sollte. Erst als der in dieser Saison ebenfalls noch nicht mit viel Erfolgserlebnissen beschenkte Gegner den Sieg vor Augen hatte, gestaltete sich der dritte Satz wieder eng. Doch auch hier zog Jiri knapp den Kürzeren. Unten standen zwei klare Viersatzniederlagen zu Buche. Bei Udo hatte man nach dem 11:2 im ersten Satz noch gehofft, er könnte Abwehrer Schreyer schlagen. Dieser stellte sich aber immer besser auf Udos Bälle ein.
Aber auf das Schlußdoppel war ja wieder Verlass, auch wenn sie sich anschickten, es nach 2:0 noch einmal spannend zu machen.

So stehen wir also - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - mit sechs Pluspunkten momentan im Mittelfeld. Da es bei diesen vermutlich bleiben wird, werden wir noch weiter nach unten durchgereicht werden, da in unserer Tabellennachbarschaft noch ein paar Matches untereinander gespielt und Punkte vergeben werden. Insbesondere Magdeburg hat bereits mit zwei Siegen am Wochenende (gegen Burgstädt und Zeulenroda) einen großen Schritt nach vorne vollzogen und befindet sich nicht mehr am Tabellenende, das jetzt die Burgstädter mit drei Zählern zieren.