Mitteldeutsche Mannschaftsmeisterschaften der Senioren

Zwischen dem ganzen Stress im Abstiegskampf der Oberliga mal zur Auflockerung ein paar Zeilen zu den Mitteldeutschen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren.

Diese fanden am Wochenende in der recht idyllischen Landessportschule Bad Blankenburg in Thüringen statt. Trotz Erringung des Sachsenmeistertitels waren unsere 50er-Herren nicht am Start aus Fachkräftemangel. Denn Torsten fehlte aufgrund einer Operation und Udo hatte schon vor Monaten endlich mal zugesagt, nun mitzuspielen bei den 40ern, obschon er mittlerweile auch bei den 50ern mitmischen dürfte.

Udos Mitwirken bescherte uns das beste jemals in Feld geführte Team. Das war wenn auch nicht unbedingt bitter nötig so doch eine erhebliche Arbeitserleichterung, da auch die Konkurrenz diesmal mit teilweise schlagkräftigen Truppen aufwartete.
So hatte Holzhausen Knoch und Mühlmann in seinen Reihen. Der anhaltinische Vertreter aus Schönebeck konnte mit Gärtner den theoretisch und schließlich auch praktisch stärksten Einzelakteur aufbieten. Lediglich Jena wirkte für uns eher ungefährlich, da sie zwar breit und ausgeglichen aufgestellt waren, aber einen eindeutigen Spitzenspieler vermissen ließen, wie es Niezgoda hätte sein können. Zudem fehlte Virtuose Schmidt, welcher der ausgegelichen Breite noch etwas mehr Qualität verliehen hätte. Wir wurden unsererseits komplettiert von Andriy und Nachwuchshoffnung Francis.
 
Im ersten Spiel ging es gegen Holzhausen quasi gleich um die Wurst. Am Ende stand ein 4:0 für uns, was etwas zu hoch ausgefallen war. Wie erwartet stellten die Leipziger die Mühle auf Zwei, weil er gefühlt die letzten tausend Male gegen mich gewonnen hatte. Ich war allerdings guten Mutes, nutze ich nach chronischer Erfolglosigkeit und erheblicher Lustlosigkeit doch seit drei Wochen nach vielen Jahren wieder das alte Nittakuholz ganz unabhängig von der Mühle. Aber damit hatte ich ihn früher noch recht regelmäßig besiegt. Zudem fanden die letzten Niederlagen immer eher spät im jeweiligen Wettbewerb statt, so daß der Konditionsaspekt nie gerade für mich sprach und ich nun auf Vorteile im Kaltstart hoffte. Die Hoffnung wurde nicht enttäuscht und ich besorgte in drei knappen Sätzen und mit etwas Glück im dritten Durchgang das 1:0. Stichwort Kaltstart. Udo kam gegen Knoch nicht richtig in Tritt, sondern hatte bei dem sehr rutschfesten Boden Probleme mit der Beinarbeit und dadurch ernste Schwierigkeiten mit dem überwiegend sicher agierenden und gelegentlich überfallartig zuschlagenden Gegenüber.  Dabei hatten wir doch unsererseits hier das Break gegen die Eins der Gegner einkalkuliert. Zum Glück gelang Udo nach 1:2 noch der Erfolg in fünf Sätzen. Andriy machte mit Kurzendörfer kurzen Prozeß. Das Doppel war noch eine Enge und für uns schließlich glückliche Kiste, aber eine Niederlage hätte hier wohl insgesamt an unserem Sieg in dieser Auftaktbegegnung nichts mehr geändert.
Mit 4:0 im Rücken aber und der Rückversicherung durch die Turnierleitung, daß Spielverhältnis vor dem direkten Vergleich zählen würde, gaben wir dem Nachwuchs schon gegen Schönebeck, die zuvor mit 2:4 Jena unterlegen waren, eine Chance und schonten nun Udo um Einzel. Youngster Francis überzeugte auch und machte zunächst ein gutes Match gegen Gärtner und markierte dann in der zweiten Einzelrunde den Siegpunkt zum 4:2. Wie die Jenaer mußten auch wir zwei Gegenpunkte durch den vor allem mit Rückhand erbarmungslos zuschlagenden Gärtner hinnehmen.
Das abschließende Match gegen Jena war dann ein lockerer Abgalopp, mußten wir für den Gesamtsieg letztlich nur noch einen Punkt holen und siegten ungefährdet 4:0, weil die Thüringer auch nicht mehr 100% bei der Sache waren. Damit war der vierte Meistertitel in Folge alles in allem souverän unter Dach und Fach gebracht.
 
Wie oft unsere Seniorinnen 60 bereits gewonnen haben, entzieht sich im Detail meiner Kenntnis. Aber sicher schon öfter. Diesmal hatten Lilija und Christa aber auch zu kämpfen, zumal Christa sich zwischendurch körperlich nicht mehr ganz auf der Höhe fühlte und abschenken mußte.
Absolute Seriensieger sind auf jeden Fall die Senioren 60 vom TTV 1948 Hohndorf, die heuer gleich mit zwei Mannschaften antraten, wobei die Zweite noch auf dem Bronzerang landete.
Bei den Seniorinnen 40 vertrat Aufbau Chemnitz würdig die Colditzer Damen, Eintracht Leipzig-Süd entschied die Senioren 70 für sich. Auch nicht zum ersten Mal gewannen die Schwarzenberger die Senioren 50 und wollen Anfang Juni für die Deutschen im Hunsrück auf Cecava zurückgreifen. So einen Trumpf haben wir zwar nicht in Hinterhand, möchten es aber nach einem Jahr Pause dieses Mal auch wieder versuchen, dort die rote Laterne einem anderen Club anzuhängen.
Nun gilt es aber - der Abstiegskampf läßt einen doch nie los, wenn er erstmal akut ist - am Wochenende zunächst die Relegation zur Oberliga erfolgreich zu gestalten. Da könnte es am Samstag um 10.00 Uhr zum Auftakt gegen Holzhausen gerne genau so laufen wie vergangenen Samstag um 10.00 Uhr.
 
Die Titelträger aus Dresden
 

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