Erfolgreiche Seniorenteams unserer Damen

Langenselbold in Hessen war Ausrichter der DMM der Senioren/Seniorinnen. Diese fanden am 2./3. Juni 2018 statt. Unsere Damenteams der AK 60 (Lilija Dietterle und Evelin Dathe) und AK 70 (Christa Gebhardt und Rosita Kermer) hatten sich für die Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert. In zwei nebeneinanderliegenden Sporthallen wurden die Wettkämpfe ausgetragen. Es war ein Mammutturnier mit insgesamt 62 Mannschaften in den Altersklassen 40, 50, 60 und 70. Nur bei den Damen AK 70 fehlten krankheitsbedingt 2 Mannschaften, ansonsten war das Feld komplett. Die Sportfreunde von Langenselbold hatten die Meisterschaften engagiert vorbereitet und durchgeführt. Es war ein tolles Turnier mit teilweise auch großem TT-Sport.

Unsere Damen schlugen sich dabei sehr erfolgreich und beendeten beide die Meisterschaft als Vizemeister. die 60er Damen Lilija und Evi wurden Gruppenzweite nach Siegen gegen TSV Neutraubling (Bayern) mit 3:0 sowie VfL Dettenhausen (Baden-Württemberg) mit 3:1 und der 2:3 Niederlage gegen RSV Braunschweig (Niedersachsen). Braunschweig war durchaus favorisiert und hatte die in der Rangliste weiter vorn stehenden Spielerinnen in ihren Reihen. Aber Lilija Dietterle bewies ihre Klasse und in der Zwischenzeit auch gewachsene Nervenstärke und bezwang sowohl Angela Walter mit 3:1 als auch die Deutsche Meisterin der AK60 Freia Runge. Damit war das Halbfinale erreicht! In der anderen Gruppe setzte sich ganz knapp TTC Berlin-Neukölln vor SV Queidersbach (Saarland) durch, so dass Lilija und Evi am Sonntag früh gegen Berlin-Neukölln antreten mussten. Lilija ist eigentlich keine „Frühaufsteherin“, und genauso ging das Spiel gegen Marianne Kerwat los. Nach einem 0:2 Rückstand gelang es Lilija, den 3. Satz mit 11:4 klar für sich zu entscheiden. Der 4. Satz war hart umkämpft mit dem besseren Ende für Lilija. Im 5 Satz war der Widerstand von M. Kerwat gebrochen, und Lilija gewann souverän 11:2. Spielstand also 1:0 für Dresden-Mitte. Im 2. Spiel hatte Evi keine Chance gegen E. Stöckel und unterlag mit 0:3. Wie so oft bei den Damen ist das Doppel spielentscheidend! Und so war es auch hier. Unsere Damen gewannen das Doppel 3:0. und gingen erneut in Führung. Mit einem Sieg von Lilija im Spiel gegen E. Stöckel wäre das 3:1 und der Finaleinzug erreicht, aber so sah es lange Zeit gar nicht aus. Lilija lag erneut 0:2 zurück (beide Sätze 9:11) und erkämpfte sich mit 13:11 den 3. Satz. Im 4. Satz allerdings stand sie mit dem Rücken zur Wand. Nach teilweise tollen Ballwechseln von beiden Spielerinnen gelang es Lilija, das schier Unmögliche zu schaffen und einen 7:10 Rückstand in den 12:10 Sieg umzuwandeln. Ohne Gegenwehr entschied Lilija auch hier den 5. Satz mit 11:2 für sich und das Endspiel geschafft!

Hier trafen unsere Damen erneut auf RSV Braunschweig, die ihr Halbfinale gegen Queidersbach klar 3:0 gewonnen hatten. Und wieder wurde Braunschweig Sieger und somit verdient Deutscher Meister. Lilija bezwang aber zum zweiten Mal in diesem Turnier Freia Runge (3:2), unterlag aber ebenso knapp mit 2:3 (5. Satz 11:13) A. Walter. Das war ihre einzige Niederlage des gesamten Turniers! Die Silbermedaille ist ein großer Erfolg für L. Dietterle und E. Dathe. Sieben der acht Mannschaften waren so ausgeglichen, daß durchaus Jeder hätte Jeden bezwingen können! Den 3. Platz und damit die Bronzemedaille erkämpften die Neuköllner nach einem 3:0 Sieg über Queidersbach. Im Vorjahr hatten sich unsere Beiden mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben müssen.

Etwas einfacher hatten es Christa Gebhardt und Rosita Kermer in der AK 70, weil zum einen nur 6 Mannschaften am Start waren und zum anderen die Leistungsstärke der Mannschaften nicht so ausgeglichen war. An Position 2 gesetzt gewannen Christa und Rosita die beiden Gruppenspiele gegen TTC Bensberg (WTTV) und TTC Langen (Hessen) mit 3:0 und gaben keinen einzigen Satz ab. Topgesetzt war Medizin Stralsund (auch in der TT-Rangliste Nr. 1 und 2), die sich 3:0 gegen Zellertal (Pfalz) und gegen TTF Königshof (WTTV) mit 3:1 durchsetzten. Damit kam es zu den Halbfinalpaarungen Dresden-Mitte gegen Königshof und Stralsund gegen TTC Bensberg. Rosita und Christa waren der Meinung, dass auch in diesem Spiel das Doppel Zünglein an der Waage sein könnte, weil durchaus mit 2 Siegen von R. Lindner, der Spitzenspielerin von Königshof, gerechnet werden musste. Aber so weit kam es nicht. Nachdem Rosita überlegen ihr Spiel gegen Dohrenbusch gewann, war das Spiel von Christa gegen Lindner hart umkämpft. Mit viel Pech gegen sich gelang es Christa doch noch, den 1. Satz 15:13 für sich zu entscheiden! Aber nach 4:11, 11:8 und 7:11 mußte der 5. Satz die Entscheidung bringen. Mit nach 2:5 Seitenwechsel holte Christa Punkt für Punkt auf und siegte schließlich mit 11:8 ! Damit stand es 2:0 . Sehr schnell war auch das Doppel vorbei und der Finaleinzug wie im Vorjahr erreicht. 2017 aber waren die vielfachen Meister vom TTC Berlin-Neukölln (die Geschwister Baron/Engel) nicht zu bezwingen. In diesem Jahr waren die Chancen durchaus größer! Medizin Stralsund gewann ohne Probleme mit 3:0 gegen Bensberg. Das Finale begann mit dem 3:1 Sieg von Rosita gewann die Abwehrspielerin R. vom Scheidt. Das blieb aber unser einziger Punkt. Christa Gebhardt unterlag Ch. Lübbe nach gewonnenem 1. Satz noch klar mit 1:3. Sie fand keine richtige Einstellung zu deren Noppenspiel und hatte auch Probleme mit dem Plastikball! Während meist das Doppel Gebhardt/Kermer eine sichere Bank ist und schon viele Medaillen bei Einzelmeisterschaften geholt hat, waren Beide diesmal chancenlos! Vielleicht spielte auch eine Rolle, dass Christa verletzt war, kaum laufen konnte und am Tag nach der Meisterschaft ins Krankenhaus mußte. Auf jeden Fall wurde das Doppel 0:3 verloren, so dass Stralsund 2:1 in Führung ging. Die Chance, das Spiel noch umzubiegen, bestand aber nach wie vor, wenn beide Einzel gewonnen wurden. Das Spiel der Nr. 1 beider Mannschaften Kermer gegen Lübbe war sehr spannend, endete aber leider mit dem 3:2 Sieg (9:11/11:7/11:2/8:11/10:12) von Ch. Lübbe. Dabei stand Rosita im 5. Satz schon kurz vor dem Sieg bei einer 9:6 Führung! Am Nachbartisch lief das Spiel Gebhardt gegen vom Scheidt schon, und Christa führte 1:0 und 6:3!!! Was wäre wenn!!

Trotzdem sind auch Christa und Rosita mit der Silbermedaille zufrieden, hatten sie doch am Abend vor der Fahrt nach Langenselbold noch überlegt, die Teilnahme wegen genannter gesundheitlicher Gründe abzusagen.

Alles in allem eine sehr erfolgreiche Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für unsere Damen.

Glückwunsch dazu!

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