Rapport Ober- bis Landesliga

Über die Ferien habe ich ein wenig die Fäden verloren und versuche, sie jetzt wieder webend aufzunehmen. Die Erste zieht weiter ihre Kreise in der Oberliga und hielt sich auch gegen Börde, in Jena, gegen Nordhausen und Lugau schadlos. Gegen Lugau konnte auch die Rückkehr von Robert Kempe an die Wettkampftische gefeiert werden. Am Ende war es auch ein klares 9-1, aber gerade am Anfang ging es eng zu und das Match stand gefühlt auf Messers Schneide.

Carlos und Michal mussten im Doppel einen Matchball abwehren, es dräute also das 0:2, denn Turo und Robert hatten am anderen Tisch bereits verloren. Und Turo musste sich mächtig strecken gegen Katus, der mit seiner Rückhand über dem Tisch und als lautester Spieler an diesem Nachmittag in der Halle Eindruck hinterließ.

Aber das ist ja nicht schlecht, wenn man vor wichtigen Auswärtsspielen mal gefordert wurde. Die anderen Teams spielen bisher für uns. Nach Minuspunkten hat man vier Zähler Vorsprung vor Hettstedt, die die Erste am 27.11. empfangen werden. Insbesondere Carlos wird wohl alles daran setzen, die Scharte aus dem letzten Kräftemessen dort auszuwetzen. Vorher steht aber am 20.11. noch die Pflicht in Schwerz an.

Alle anderen Mannschaften haben mindestens schon sieben Minuspunkte, der Großteil der Liga hat aktuell gerade acht. Nämlich genau sechs Mannschaften angefangen bei Jena II mit 14:8 Punkten auf Platz 2 bis Holzhausen mit 8:8 Punkten auf Rang 9 das Mittelfeld abschließend. Danach folgen Schwerz, Schwarzenberg und Nordhausen, die mit jeweils einem Pluspunkt schon abgeschlagen sind und kaum noch Chancen auf das Erreichen des rettenden Ufers (Platz 8) haben werden.

Die Zweite feierte im Oktober deutliche Siege über Bautzen und Radebeul, blieb aber Anfang November relativ chancenlos gegen Hohenstein und Burgstädt. Eine Woche später wurden aber wiederum vier einfache Punkte eingefahren „gegen“ Burgstädt 2 (kampflos, sehr einfach) und bei Elbe, die weiterhin in der Sachsenliga diverse Spieler einsetzen (18 an der Zahl mit Ersatzspielern bis hinunter zur 6. Mannschaft aus der Bezirksklasse), aber bisher die Nummer 1, 2, 4 und 5 nicht ins Feld führen. So wird die Zweite relativ entspannt nach einer zu erwartenden Niederlage gegen Ligaprimus Gornsdorf zum Abschluss der Hinrunde Ende November zeitig und mit 9:9 Punkten in die Weihnachtspause gehen.

Etwas Nachholbedarf besteht noch bei der Dritten in der Landesliga, die erst fünf Spiele absolviert und erst fünf Punkte auf der Habenseite hat. Nach einem guten Auswärtssieg in Kubschütz wurde am Doppelheimspieltag gegen Pulsnitz und Görlitz nur ein Punkt geholt. Gegen Favorit Görlitz okay, aber zuvor gegen Pulsnitz hätte es schon etwas mehr sein dürfen. Je nach Zeitpunkt der Einschätzung handelt es sich um einen verloren oder doch gewonnenen Punkt. Vor dem Spiel hätte man wohl tendenziell gesagt, eher verloren. Nach dem Spielverlauf mit Rückständen von 1:4 und 5:7 ist es doch so was wie ein noch gewonnener Punkt. Wenn man aber doch noch mit 8:7 ins Schlussdoppel geht... Aber wenn man dort schnell 0:2 hinten liegt... Doch wenn man den dritten Satz gewinnt und im vierten Satz Satzball zum Ausgleich hat und es stark nach Umschwung des Momentums riecht...  Und schließlich die nackten Zahlen: 618:599 Bälle und 34:29 Sätze pro Mitte aber ebenso das 8:8, was letztlich dann doch das vielzitierte leistungsgerechte Unentschieden darstellt.

Hier muss also noch was auf die Habenseite, was angesichts von vier Spielen im Dezember u.a. gegen drei hinter uns rangierende Teams auch irgendwie gelingen sollte. Allein Corona und Politik müssen uns die prinzipielle Möglichkeit dazu geben. Dreimal hintereinander Saisonabbruch macht keine Freude.

 

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