1. Herren Meister und Aufsteiger in die Regionalliga

Trotz aller Hoffnung, Wünsche und vielleicht sogar Gebete hatte Corona doch wieder seinen Impact auf die Saison.
Das kann die Meisterschaft der Oberligaherren nicht schmälern. Zwar wurde die Meisterschaft vorzeitig eingetütet durch einen kampflosen Sieg nach Absage der virusdezimierten Biederitzer, aber in einem gewissen Kraftakt (besonders bei 12 Mannschaften) wurde die Doppelrunde in der Liga durchgezogen. Und vor allem war die Überlegenheit beeindruckend, und da gibt es rein gar nicht dran zu deuteln. Aktuell 42:0 Punkte. Garant dafür war absolute Topform bei Carlos (nur eine Niederlage) und Michal (nur 2 zwei Niederlagen), und zusammen sind sie im Doppel auch ungeschlagen. Und natürlich das Upgrade mit Turo auf Position 2, der sich gerade in den entscheidenen Phasen im Herbst ebenso stark präsentierte wie Carlos, dass man sich gar hätte fragen können, ob Mitte vielleicht mal eine neue Nummer 1 haben könnte. Robert und Nadeem komplettierten das Team mit soliden, leicht positiven Bilanzen im Einzel und zusammen mit Turo im Doppel. Zuletzt wahrte das Team sogar dezimiert auswärts in Nordhausen die weiße Weste, weil Nadeem nach oben aufgerückt mit zwei Einzelsiegen überzeugte und die eingesprungenen Ergänzungsspieler Andriy und Udo im Doppel siegten.
Nun gilt es am Samstag, diese im Saisonfinale gegen Zeulenroda zu verteidigen. Leider findet die Partie auswärts statt. Herzlichen Glückwunsch jedenfalls und Chapeau!
 
Ansonsten streiten im Fernduell die Verfolger Hettstedt und Lugau mit je 11 Minuspunkten um den zur Relegation berechtigenden zweiten Platz. Das schon traditionelle breite Mittelfeld wird angeführt von Biederitz. Es reicht bis hinunter zu Platz neun, dem ersten Abstiegsplatz, welchen momentan Blankenburg hält. Davor liegen mit einem Punkt mehr Zeulenroda und Börde. Aber auch Holzhausen mit wiederum einen Punkt mehr, kann sich noch nicht sicher sein, vielleicht doch noch auf den Relegations- oder Abstiegsplatz abzurutschen.
 
Den Abstieg konnten 2., 3. und 4. Herren jeweils verhindern. Leider wurde hier nur insgesamt eine Einfachrunde gespielt. Die "Rückrunde" war für das Verbandsligateam witzlos, nachdem sie 2021 schon 8 Spiele bestritten hatte. So blieb nur noch das Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Gornsdorf übrig, was mitten in die Omikronwelle fiel und ebenso kampflos abgegeben wurde wie das zeitgleich angesetzte Match der Dritten in Oschatz mangels Masse an gesunden Spielern. Die Dritte "sicherte" sich dann ihrerseits endgültig den Klassenerhalt durch einen kampflosen Sieg in Radeburg, den es aufgrund der anderen Ergebnisse im Nachhinein nicht mehr gebraucht hätte. Schöner war es hingegen für die Vierte, die sich mit einer abschließenden Serie von vier und echt herausgespielten Siegen auf Platz 5 katapultierte und die Bezirksliga hielt.
 
Für einen Ausblick auf die neue Saison ist es noch zu früh. Aber man wird wieder mal hoffen, dass es nicht wieder zu Unterbrechungen kommt oder eine individuelle Infektion einen stoppt, wenn man ganz gut in Form gekommen war oder zumindest im Training den Eindruck hatte, dass es allmählich wieder besser wird. Und hoffen wir auf noch moderate Treibstoffpreise, damit man auch Fahrer für die Auswärtsspiele findet, und eben auf Erfüllung all der weltpolitischen Bedingungen, die gerade dafür notwendig sind, und dass in der nächsten Saison auch alle Sportfreunde aus der Ukraine und Russland wieder mitwirken können.

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