Erste Punkte für die Dritte

Zum Saisonauftakt bei Elbe war es der Dritten nicht gelungen, das Fehlen von Udo (halbdienstliche Feier jenseits des ehemaligen und nunmehr sicherlich rostigen Eisernen Vorhangs) und Andriy (kurzfristige Beförderung ins Top 16) adaquät zu kompensieren. Konnte für Udo von halbwegs langer Hand geplant Denis auflaufen, fragte sich der Kapitän für den sechsten und vakanten Platz durch bis hinab zum unteren Paarkreuz der fünften Herren, den dann Tobias Denkinger dankenswerterweise besetzte. Zudem zeigten sich auch noch nicht alle spielerisch in bester Verfassung. So hatten die Gastgeber stets mit einem Punkt die Nase vorn, bis sie bei 7:6 dann im unteren Paarkreuz mit zwei Erfolgen den Sack zumachten. Wiedergutmachung sollte nun in zwei samstäglichen Heimspielen gegen Weißenberg/Gröditz und Motor Mickten geleistet werden.


Da fehlte allerdings diesmal der Kapitän. Das hat er terminlich geschickt eingefädelt. Selbst im Urlaub Cocktails schlürfen, während die Kollegen um 10.00 Uhr in der Frühe zu unchristlicher Zeit an den Start zu gehen haben. Wiederum war Denis mit von der Partie, und zumindest gegen Weißenberg/Gröditz ging man doch favorisiert in selbige. Die Gäste hielten jedoch zunächst erfolgreich dagegen. Udo, der sich im Vorfeld bereits beklagt hatte, in seinen ersten Wettkämpfen gleich oben spielen zu müssen und dort auf den Sack zu bekommen - wobei er das in erster Linie auf das vordere Paarkreuz der Micktener bezog, welches in der Landesliga zum Besseren gehören, was aufgestellt ist - musste sich dem sicher blockenden Meiß beugen. Der spielt seine Blocks zwar nicht ganz so als ultimative Halbvolleys wie Sportfreund Götschkes von Elbe, bringt aber durch seine Chinabeläge noch eine besondere Würze hinein. Und im wohl bemerkstenswertesten Spiel des Tages unterlag Andriy Heidrich. Der Boxscore spricht für sich: 11:4, 11:0, 9:11, 10:12, 18:20. Ich will eine eventuelle Teilschuld nicht zurückweisen, wies ich Andriy in der Satzpause doch lediglich an, jetzt doch bitte 11:1 zu gewinnen, worauf er erwiderte, er habe jetzt schon den Ball bei 10:0 wegschenken wollen, habe jedoch einen Schlag getroffen, der ihm sonst nie gelänge. Nun habe ich Herrn Heidrich noch nicht öfter gesehen. Deshalb würde ich mich schwertun mit der Behauptung, er habe ab dann das Spiel seines Lebens gemacht. Aber in den letzten drei Sätzen spielte er sicher schon nah am Limit und auf jeden Fall mutig drauf los, während Andriy immer fester und unkreativer wurde. Nach Matchbällen hüben wie drüben im Entscheidungssatz wollte ich meinen Fauxpas korrigieren und beim nächsten Matchball von Andriy eine Auszeit nehmen. Leider lehnte er ab. Ich glaube es war bei 16:15.
So gingen wir nur mit 5:4 in die zweite Einzelrunde, konnten aber dann die Muschel aufknacken und den Sieg mit 10:5 einheimsen. Lediglich Torsten, der den ganzen Tag über sieglos blieb, musste den Gästen noch einmal gratulieren.


In der zweiten Begegnung waren wir gegen Mickten nun nicht direkt der Favorit. Und nach den Doppeln (1:2) brachte auch gleich Pfleger Artemii seine erste Einzelniederlage in der Landesliga bei und stellte auf 1:3 für die Gäste. Jedoch bezwang Udo nebenan Tobi Thiel, vergleiche oben schon geschilderte Jammerei, in drei knappen Sätzen, sodass wir im Geschäft blieben und zur Halbzeit wiederum mit 5:4 in Front lagen. Wie am Vormittag gelang den Gästen erneut nur noch der Punkt gegen Torsten. Im Kontrast zu Weißenberg/Gröditz mussten wir uns gegen Mickten allerdings überwiegend nun doch noch etwas mehr strecken. Mann des Tages war insofern Udo, der wiederum in einer entscheidenden und heißen Phase die Oberhand behielt und Pfleger knapp in fünf Sätzen in Schach halten konnte. Das war sicherlich das von beiden Spielern und den Zuschauern am intensivsten geführte Match des Nachmittags. Besser hätte es Micha zumindest gegen Mickten auch nicht machen können und war insofern im Nachhinein am Hotelpool und Buffet genau richtig positioniert. Artemii besiegelte den ungewöhnlich schwarzen Tag für Thiel, ich konnte mich gegen Gaida, der noch von einer Zerrung gehandicapt war, schadlos halten und bei 8:5 siegten unten schließlich beide, wo es jedoch auch noch mal eng zuging vor allem zwischen Andriy und Schreiber.

Die Zweite hatte ja einen mehr als soliden Start mit 5:1 Punkten in der Sachsenliga hingelegt. Nun wartet von den überregionalen Teams nur noch die Erste in der Regionalliga auf die ersten Zähler. Dass das in den ersten Spielen nicht geklappt hatte, lag in erster Linie am Fehlen von Turo. Da stehen die Zeichen aber gut, dass er nach OP nun endlich bald zeitnah wieder zurückkehren könnte. So wird es auch dort mit den ersten Erfolgserlebnissen als Mannschaft klappen.

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